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théo ceccaldi trio

«django»

full rhizome [broken silence]

v.ö.: 09. april 2021


théo ceccaldi [violon]
guillaume aknine [guitar]
valentin ceccaldi [cello]

schon klar: die referenzgröße ist django reinhardt, aber ein wenig darf man wohl auch den zigarillo kauenden rigorismus eines clint eastwood assoziieren, wenn man hört, mit welch kaltschnäuziger chuzpe hier jazztraditionen der späten 20er und frühen 30er jahre zwischen charleston und gypsy swing zerlegt und verwandelt werden.

arrangements, inspiriert durch kanonische kompositionen von django reinhardt, stéphane grappelli oder fats waller, dekonstruieren die vorbilder, ohne den originalen strukturen die erkennbarkeit zu nehmen. harmonic minor beherrscht den klangraum. mal stampft ein wechselbass durch eine wüste polka, mal swingt ein walking bass richtung unendlichkeit. die traditionellen elemente erfahren nach der segmentierung eine transformation einerseits in eine art von frei schwebendem ambient jazz, andererseits in krasse collagen, in denen atmosphärische klangflächen von energetischen punk-snippets konterkariert werden; da geht die gitarre auch gerne durch eine gründliche verzerrung.


vollständige presseinfo:

pressetext_ceccaldi trio django.pdf




























darrifourcq, hermia, ceccaldi

«kaiju eats cheeseburgers»

label bleu/full rhizome [broken silence]

v.ö.: 09. april 2021

sylvain darrifourq [drums, percussions, zither]
manuel hermia [tenor saxophone]
valentin ceccaldi [cello]


kaiju bezeichnet ein bekanntes japanisches filmgenre, in dem vorzugsweise mutierte monsterechsen eine zentrale rolle spielen. ebenso surreal und bizarr dimensioniert gibt sich das zweite album des franco-belgischen trios um den schlagzeuger sylvain darrifourcq. nur knapp über vierzig minuten kurz, fünf Tracks, aber welch ein kosmos aus diversen parallelwelten tut sich hier auf.  

im titelgebenden ppener drischt das cello von valentin ceccaldi ostinate powerchords in die Tonspur, dass so manche metal-band ihre helle freude daran hätte. immer wieder säbelt er kurze thematische phrasen dazwischen als müsse irgendwas altes, verwachsenes dringend zerteilt und rückgebaut werden. das neue entsteht zeitgleich in den enorm druckvollen polyrhythmischen strukturen, die aus darrifourcqs drumset erwachsen, wie in einer art schöpfungschaos umwirbelt vom entfesselten, zuweilen mehrstimmig überblasenen Tenorsax des manuel hermia.


vollständige presseinfo:

pressetext_darrifourcq, hermia, ceccaldi.pdf



























roberto negro

«papier ciseau»

full rhizome [broken silence]

v.ö.: 09. april 2021


roberto negro [piano]
émile parisien [alto saxophone]
michele rabbia [drums]
valentin ceccaldi [cello]

was kinder halt so machen mit schere und papier: bunte blätter und bilder zerschneiden und die schnipsel dann entweder achtlos vom tisch fegen oder aber zu erstaunlich skurrilen gebilden neu verkleben. und ganz beiläufig steckt in diesem spiel ein nachhaltiger erkenntnis- und lernprozess. ich zerschneide meine welt und mach sie, wie sie mir gefällt.  

der piemonteser pianist roberto negro praktiziert auf seinem neuen album genau das: kinderspiele, jeux d‘enfants. und so geschieht der einstieg auch vollkommen unschuldig, naiv, irgendwo zwischen der indifferenten pentatonik claude debussys und erik saties ironischem minimalismus. aber dann bricht es auf, bricht sich bahn in der rotation eines irren karussells. es eskaliert immer wieder, wie auch kinderspiele zuweilen eskalieren. negro montiert seinen berg an schnipseln zu äußerst komplexen tableaux, die mal wie am reißbrett entworfen, dann wieder gänzlich einem free-jazz-spirit entsprungen scheinen. verfremdung durch elektronische effekte, collagierte samples, rhythmische entgrenzung – doch der wahnsinn hat methode; unkalkuliert ist hier nichts.

vollständige presseinfo:


pressetext_roberto negro papier ciseau.pdf




























makiko hirabayashi

«weavers»

enja/yellowbird [edel]


v.ö.: 30. april 2021

makiko hirabayashi [piano]
fredrik lundin [tenor/soprano saxophones]
thommy andersson [bass]
bjørn heebøll [drums/percussion]


nach der maritimen offenheit des albums „where the sea breaks“ von 2018 in der trio-besetzung mit klavs hovman am bass und der legendären schlagwerkerin marilyn mazur, legt die japanische ausnahmepianistin makiko hirabayashi nun mit „weavers“ eine art erdgebundenes lockdown-album vor.  
makiko, die seit den 90ern in dänemark beheimatet ist, hatte 2019 für ein palästinensisches jazzfest in haifa zu einem neuen trio gefunden. mit thommy andersson am bass und dem auch gerne mal auf rock-bühnen anzutreffenden bjørn heebøll an den drums muss es, wie makiko selbst schreibt, in einer höhlenartigen spielstätte in haifa ein paar denkwürdig schweißtreibende sessions gegeben haben. dann kam anfang 2020 der erste pandemische lockdown und mit ihm ein neu-denken der musikalischen praxis. duette mit dem saxophonisten fredrik lundin reduzierten die sozialkontakte um ein gutes drittel.

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pressetext_makiko hirabayashi_waevers.pdf



























johannes enders / rainer böhm duo
«kokoro»

enja/yellowbird [edel]

v.ö.: 28. mai 2021

johannes enders [saxophones]
rainer böhm [piano]

als optimistischen melancholiker beschreibt sich johannes enders, romantisch und gefühlvoll nennt er die im akustischen duo mit rainer böhm eingespielte musik. beide kennen sich lange, beide lehren heute als professoren ihrer instrumente, beide haben vor gut anderthalb jahrzehnten schon einmal im duo aufgenommen und sind sich seither immer wieder begegnet. saxofonist enders schätzt am pianisten böhm, dass er es trotz aller virtuosität nicht verlernt hat, dem gesamtbild zu dienen. er muss mit seinem instrument nicht die führung übernehmen, sondern kann auch dem anderen die richtung überlassen. „ich bin die melodie und er ist das orchester“, fasst johannes enders zusammen.

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pressetext enders böhm duo kokoro.pdf































jacques scharz-bart - soné ka-la
«odyssey»

enja/yellowbird [edel]

vö: 06. november 2020


malika tirolien [voice]
jacques schwarz-bart [sax]
grégory privat [piano]
reggie washington [bass]
arnaud dolmen [drums]
sonny troupé [ka drum]

nachdem jacques schwarz-bart mit koryphäen wie roy hargrove, danilo pérez, ari hoenig, meschell n'degeocello, d'angelo oder chucho valdes gespielt hat, beschloss er schließlich, seine eigene vision als bandleader zu verwirklichen. er verlässt die band von roy hargrove im jahr 2005 und realisiert sein gwoka jazz project mit dem er auf geniale weise modernen jazz und rituelle voodoo-musik aus haiti verbindet. seine musik ist tief im jazz verwurzelt und wird von der kraftvollen spiritualität der voodoo-musik getragen.

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schwarz-bart_pressetext.pdf



























andreas feith
«surviving flower»

rosenau records/ galileo

vö: 6. november 2020

andreas feith [piano, composition]
martin gjakonovski [double bass]
silvio morger [drums]
lutz häfner [tenor sax] on track 3, 4 and 9

den nürnberger pianisten andreas feith kennt man in der süddeutschen jazzszene als viel beschäftigten sideman in unterschiedlichsten settings. so prägt er mit seinem verantwortungsvollen und energetischen spiel, wie auch seinen risikoreichen, dem moment folgenden soli entscheidend einige bandsounds mit, beispielsweise die des christoph beck quartetts oder des rebecca trescher tentetts.   nun veröffentlicht der 33-jährige mit dem beim bayerischen rundfunk aufgenommenen album surviving flower sein langersehntes debüt als bandleader und zeigt mit einer abwechslungsreichen melange eigener kompositionen und zweier standards, wie spannend akustischer modern jazz heutzutage sein kann.

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surviving_flower_presse.pdf





save the date: 15.-18. oktober 2020!







https://www.salzburg-altstadt.at/de/salzburgjazz













































christoph irniger trio w/ loren stillman & guest nils wogram
«open city»


intakt / harmonia mundi

vö.: 25. september 2020  

christoph irniger [tenor saxophone]
raffaele bossard [bass]
ziv ravitz [drums]
lauren stillman [alto saxophone]
nils wogram [trombone]

das christoph irniger trio feiert das melodiöse, ohne je ins triviale zu verfallen. die stücke sind tondichtungen, die zeigen, dass die eingängige melodie und eine komplexe klangwelt einander nicht ausschliessen müssen, sondern erst richtig zur geltung bringen können. es besticht dabei die sorgfältige orchestrierung und die art, wie in seiner musik die improvisation die komposition verdeutlicht. das trio vermag melodie, arrangement, improvisation zu einem stimmigen und verführerischen ganzen zu verbinden. in der derzeitigen ausgabe hat sich die band um den amerikanischen alto saxophonisten loren stillman erweitert - der in seiner jungen karriere unter anderem bereits ein festes mitglied in bands von paul motian, charlie haden oder carla bley war - und präsentiert gemeinsam das album "open city", das im september 2020 auf intakt records erscheint.

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rosset meyer geiger
«live at beethoven-haus bonn» 


cd / vinyl: unit / membran 

vö: 28. august 2020  

josquin rosset [piano]
gabriel meyer [double bass]
jan geiger [drums, percussion]

eine auswahl aus den ersten erfolgreichen alben präsentierte rosset - meyer - geiger 2017 im berühmten kammermusiksaal des beethoven-hauses in bonn, einer location, die für musiker wie für kammermusik-fans als erste adresse gilt. das konzert wurde vom radio deutschlandfunk aufgenommen und mehrfach ausgestrahlt. und nun liegt diese konzertaufnahme auch als live-album vor, mit einem best-of der präsentierten stücke, oder auch: mit der quintessenz von rosset - meyer - geigers ersten 20 jahren.   zu hören ist auf "live at beethoven-haus bonn" die bekannte, kammermusikalisch transparente und der improvisation viel raum gebende musik des trios, hier aber in einer live-situation, in der das spiel noch energie-geladener, noch intensiver ist. und nach jahrelanger arbeit ist auch jedes tune einen grossen schritt weiter: jedes thema präziser gezeichnet, jede improvisation konzentrierter und doch freier. "live at beethoven-haus bonn" zeigt dieses perfektionierte live-spiel von rosset - meyer - geiger in höchster tonqualität.

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sigurd hole
«lys / mørke»  (light / darkness)

cd / vinyl / digital (double album): elvesang / galileo music

sigurd hole
[double Bass]


vö: 18. september 2020

«some of sigurd’s long, resounding tones echo the gravity of our predicament with the deep concern that only such low sounds can provide. other sections thrum with the natural overtones familiar from rural norwegian folk music. he shifts and dances, showing the full range of what his bass can do. it is philosophical music, urging us to listen to the sounds of the world wherever we are to start to ask what new kind of world we might want to build. the music sets up the mood of the question, but does not claim to answer it.» david rothenberg (album liner notes)

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dhalgren
«songs from a dystopian utopia»

boomslang records / galileo mc

vö.: 07. august 2020 [digital juni 2020]


arne braun [e-guitars, bkg. vc.]
chris dahlgren [lead vocal, a-guitar, viola da gamba, baglama] evi filippou [vibraphone, percussion, bkg. vc]
alfred vogel [drums, bkg. vc]
sidney werner [contrabass, bkg. vc]  

additional musicians:
hayden chisholm [alto sax] on track 7
almut Kühne [vocals] on tracks 8 & 10

unter dem titel „songs from a dystopian utopia“ legt chris dahlgren nun das zweite album seiner band dhalgren vor. es ist eine suite über dystopien und utopien, über abgründe und die unerforschten winkel unserer selbst, und es ist zugleich ein album über berlin. schon die erste dhalgren-cd beschrieb die nächtliche hauptstadt, doch blieb dahlgren da noch an der oberfläche. wenn er versonnen von corner-späti erzählt, macht er die ganze faszination hör- und fühlbar, die ihn als amerikaner in berlin umfängt. auf dem neuen album öffnet er nun eine luke und steigt von der nocturnen außenwelt in die schwarze tag- und nachtgleiche der unterwelt ab. die neuen songs sind voller spinnweben, rattenfallen und uralten kisten, die man besser nicht öffnet. und trotzdem sind sie auch von betörender schönheit. berlin ist oft besungen worden,  doch hier entsteht ein bild von den subterranen welten unter kreuzberg, friedrichshain und mitte, das man so nicht alle tage hört.

chris dahlgren hat für seine alben keinen masterplan. die songs würden sich von selbst schreiben, er sei nur der empfänger. seine neue cd beschreibt er als haus, in dem sich diverse bizarre charaktere aufhalten. „sie reden miteinander, aber manchmal reden sie auch nur auf ihre spezielle weise mit der wand. eine seltsame party. mal liegst du auf dem boden und starrst die decke an, dann wieder bietet dir jemand ein glas absinth an.“

in dhalgren kommen lebensläufe und lebensentwürfe ganz unterschiedlicher couleur zusammen, die sich geradezu magisch ergänzen und von gästen wir saxofonist hayden chisholm und sängerin almut kühne pointiert und abgerundet werden.   

vollständige presseinfo:

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safe the date: bezau beatz - limited! 7./8. august 2020


die 13. ausgabe der bezau beatz hält uns auf trab: zunächst abgesagt wegen covid19, bekam die veranstaltungsszene grünes licht von der regierung. unter bestimmten bedingungen scheint nun eine udrchführung möglich zu sein!

natürlich wollen wir diese chance nutzen und ein zeichen setzen: dafür, wie wichtig es für unsere gesellschaft und kultur ist, zusammen zu kommen, um im künstlerischen ausdruck gemeinsam neue perspektiven zu erlangen und zu erfahren. in der auseinandersetzung mit musik, kunst, tanz, theater etc. finden wir den puls unserer kultur. wo kein puls, da ist auch kein leben.

deshalb werden wir eine kleine, limitierte ausgabe der bezau beatz 2020 nun doch durchführen. für genau 100 personen sehen wir die möglichkeit, am 7. und 8. august in bezau im schönen bregenzerwald gemeinsam live-musik zu genießen.

warum nur 100 personen? weil wir den derzeit bestehenden sicherheitsmaßnahmen für veranstaltungen aufgrund unserer räumlichen situation in der remise nur durch eine einschränkung der teilnehmerzahl gerecht werden können. sollte sich diese situation positiv ändern, öffnen wir die tore gerne noch mehr …

wir haben uns in den letzten tagen bemüht, ein hochwertiges programm zusammen zu stellen, mit musikern aus deutschland, der schweiz und österreich.

an 2 tagen, am 7. und 8. august, können wir nun die remise des wälderbähnles bespielen.

zwei weitere bühnen, die uns den notwendigen sicherheitsabstand garantieren, sorgen für den abwechslungsreichen charme unseres festivals: die kirche als auch die tennis-halle des hotel post bezau.
und 2 weitere typische highlights sind möglich: die susfahrt mit dem wälderbähnle am freitag abend, als auch die jäzzspätzle auf der panorama-plattform in baumgarten auf 1650 m höhe.
 
 
programm & karten:

http://www.bezaubeatz.at/





























focusyear band 2020 «open arms»

neuklang / in-akustik

vö: 26. juni 2020

òscar latorre [trumpet]
devin daniels [alto saxophone]
charley rose [tenor saxophone]
yossi itskovich [trombone]
fabio gouvea [guitar, voice ]
jean-lou treboux [vibes, synth]
sebastián de urquiza [bass, voice]
paulo almeida [drums, voice]
guillermo klein [piano on track 1] 


acht musiker, aus dutzenden von weltweiten bewerbungen ausgewählt, wurden im september 2019 am jazzcampus der musik-akademie basel zum focusyear als band zusammengeführt, um gemeinsam in ein einjähriges musikalisches abenteuer zu starten. das von wolfgang muthspiel und sarah chaksad geleitete focusyear hat als exzellenz-stipendium zum ziel, außergewöhnliche musikerinnen und musiker in ihrer entwicklung entscheidend zu fördern. jede zweite woche erhält die band hochkarätigen besuch, mit dem sie ein abendfüllendes programm einstudiert und für ein begeistertes publikum auf die bühne bringt. jorge rossy, anat cohen, kurt rosenwinkel, malcolm braff, ingrid jensen, guillermo klein, ralph alessi, kendrick scott und wolfgang muthspiel lösten sich dergestalt bis zum ausbruch der corona-pandemie als coaches der band ab.  
sie ist wiederum eine signifikante, die focusyear band der ausgabe 2020, die dritte dieses programms, für die sich auch ein vibraphonist zu qualifizieren vermochte. es ist denn auch der klang seines so behände wie exakt gespielten instruments, das nebst den beiden hervorragenden, sich wunderbar ergänzenden saxophonisten den satten sound der band besonders prägt – was keineswegs heißt, dass die übrigen weniger gewicht hätten. tatsächlich spricht jeder einzelne musiker dieses ensembles mit einer markanten, eigenständigen stimme. wie schön, dass aus diesen individuellen klängen zudem auch die musikalischen kulturen herauszuhören sind, aus denen sie kommen.

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pressetext_fokusyear 2020.pdf






























ulrich drechsler
 «caramel» - (part of liminal zone)


enja / edel
v.ö.: 03. april 2020  


ulrich drechsler [bcl, cl, comp]
özlem bulut [coloratura spr] 
yasmin hafedh a.k.a. yasmo [recitative]
amir ahmadi [p]
oliver steger [b]
raphael keuschnigg [dr]

„klangsucher im freien fall“ - der klarinettist und komponist ulrich drechsler hat für sein aktuelles album  «caramel» und das gleichnamige ensemble den aufregenden soundtrack zu einem imaginären film komponiert. klänge von grosser leidenschaft und eindringlicher energie sind so entstanden mit denen er sich bewusst jeglicher kategorisierung entzieht.  
auf «caramel» verarbeitet er auf berührende art und weise die einflüsse aus jazz, neo-klassizismus, minimalismus und filmmusik, die ihn in den vergangenen jahren am stärksten geprägt haben. scheinbar mühelos bewegt er sich dabei zwischen den unterschiedlichen genres um sie zu etwas komplett neuem und unerhörtem verschmelzen zu lassen.  
ulrich drechslers kompositionen werden von den musiker*innen auf «caramel» mit begeisterung zum leben erweckt. özlem buluts strahlender koloratursopran schwebt über dem raumfüllenden, intensiven zusammenspiel von oliver stegers kontrabass, raphael keuschniggs schlagzeug und amir ahmadis virtuosen klavierlinien. dazu die hochbegabte slam poetin yasmin hafedh, die auf einigen titeln eindringliche rezitative erzählt. dazwischen, darüber, darunter ulrich drechslers bassklarinette.

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enders room «dear world» / «hikikomori»

enja/yellowbird / edel
03. april 2020  


johannes enders [saxophones, flutes, clarinets, persussion, rhondes,
programming bastian stein [trumpet]
jean-paul brodbeck [piano]karl ivar refseth [vibraphone]
wolfgang zwiauer [e-/synth bass] 
gregor hilbe [drums, percussion]
paula enders [vocals 1/7]

einfacher wäre es mit texten. ein gedicht zum beispiel oder ein fragenkatalog, möglichkeiten, der realität mit der klarheit des wortes auf die schliche zu kommen. musik hingegen ist uneindeutiger, chance und herausforderung zugleich. man kann ein stück »dear world« nennen, in der hoffnung, der hörer würde darin ebenso wie der künstler eine botschaft an die welt entdecken, eine entschuldigung vielleicht oder eine aufforderung, sich selbst verantwortlich zu fühlen. ob sie verstanden wird, bleibt jedoch offen, vor allem wenn man wie johannes enders bereits ein fortgeschrittenes system der musikalischen kodierung entwickelt hat, das die eigenen gefühlslagen und erkenntnisse in klang umsetzt. mal beschäftigt er sich mit einem abbauprodukt des blutfarbstoffes im anschluss an eine gefährliche stoffwechselstörung, mal mit glückshormonen, ohne die die positive wahrnehmung zu einem grauen schleier emotionalen einerleis entfärben würde. kein problem für den beschreibenden geist, aber eine echte aufgabe, wenn man ohne verbale oder optische hilfsmittel agieren will.


vollständige presseinfo:

pressetext_enders room_dear world_hikikomori.pdf






























charlotte greve - wood river
«more than i can see»

yellowbird / edel
v.ö.: 03. märz 2020 

charlotte greve [voice /saxophone /synthesizer]
keisuke matsuno [guitar]
simon jermyn [bass]
tommy crane [drums]

eine betörende vermischung von pop, jazz, ambient und rockmusik in selten gehörter kompositorischer präzision: das ist der sound der 2014 in brooklyn gegründeten band wood river um die vielseitige musikerin charlotte greve. im jahr 2015 erschien das debütalbum, das ohne jede werbekampagne innerhalb weniger monate vergriffen war. nun folgt mit more than i can see“ die zweite platte, die wood river in neuem licht erscheinen lässt. für echo-jazz-preisträgerin charlotte greve bringt das album mehrere premieren: zum ersten mal schreibt sie songs mit eigenen texten, zum ersten mal arbeitet sie mit einem produzenten zusammen und vor allem singt sie zum ersten mal auf jedem der acht stücke. ihre klare und berührend direkte stimme ist das zentrum dieser komplexen popsongs.[...]

vollständige presseinfo:

pressetext_greve.pdf
 

























mette juul

«new york - copenhagen»

universal Records / nova md distribution
06. märz 2020 


mette juul [voc & guit] mike moreno - usa [guit – track 1, 2 & 5]
lars danielsson - dk [bass – track 3 & 4]
ulf wakenius - se [guit – track 3]
per møllehøj - dk [guit – track 4]


new york - copenhagen ist der nachfolger von mette juul zu ihrem (international gefeierten) album change vom september 2019. die neue veröffentlichung wurde im gleichen zeitraum wie change aufgenommen und versucht den unterschied zwischen der pulsierenden, pulsierenden energie von new york und der nordischen einfachheit und wärme einzufangen und eine brücke zwischen diesen beiden kulturellen polen zu schlagen.  
new york - copenhagen basiert auf jazzmelodien wie the peacocks von jimmy rowles und norma winstone, some other time von leonard bernstein und for jan von kenny wheeler und norma winstone und die interpretationen der fünf kompositionen geschahen direkt mit den musikern im studio.

vollständige presseinfo:

mette juul_pressetext_n.y.-copenhagen.pdf


























lbt
stereo


enja/yellowbird / edel
14. februar 2020  

leo betzl [piano], maximilian hirning [double bass], sebastian wolfgruber [drums] moritz stahl [saxophone on 9To5 Paradigm]


dass akustische instrumente und elektronische musik zusammengehen, dass sich improvisation und 4/4 kickdrum bestens vertragen, hat das dem modern jazz entspringende klaviertrio lbt mit seinem techno-debüt way up in the blue unter beweis gestellt. über die letzten zwei jahre haben sie auf zahlreichen konzertreisen ihren unverkennbaren sound weiterentwickelt; 2017 wurden sie dafür mit dem bmw welt jazz award, 2019 mit dem burghauser jazzpreis ausgezeichnet. auf ihrer im februar 2020 erscheinenden doppel-ep stereo kommt es nun zum kontrastreichen treffen beider genres, die den lbt klangkosmos ausmachen. fünf neue techno tracks von maximilian hirning zeugen von der konsequenten schärfung seiner musikalischen sprache: reduzierter, düsterer und energetisch wie nie zuvor. leo betzl ist nach levitation (2016) mit neuen kompositionen im modern jazz zurück: seine songs weisen dabei eine große stilistische diversität auf — und nicht zuletzt die tatsache, dass er sich beim schreiben auch von der gemeinsamen spielerfahrung des technoprogramms inspirieren ließ, zeigt, dass beide genres auf stereo nicht miteinander konkurrieren, sondern gegenseitig funken schlagen.

vollständige presseinfo:

pressetext_lbt.pdf





























moonmot «going down the well» 

unit / membran
14. februar 2020  

dee byrne [alto saxophone, effects ]
simon petermann [trombone, effects ]
cath roberts [baritone saxophone]
oli kuster [fender rhodes, effects, guitar ]
seth bennett [bass]
johnny hunter [drums]


auf ihrem album going down the well zeigt die band moonmot, wohin sich der jazz im 21. jahrhundert bewegt. das sextett aus der schweiz und grossbritannien vermengt in ihrem erstling die grossen musikalischen ideen der vergangenen jahrzehnte raffiniert und voller spielfreude mit dem ganz grossen rucksack der jazztradition.  
moonmot denkt den gedanken jazz im 21. jahrhundert zu ende und reichert ihre stücke mit den errungenschaften der neueren musikgeschichte an. dabei stellt die band immer die musik ins zentrum und jongliert virtuos mit allerlei klang- und kompositionskonzepten: aus zwölftonreihen entstehen wohlklingende melodien, neben dem fender rhodes beherrscht auch die hornsection ihre electronics und formal überrascht die band sowohl mit klassischen songformen wie auch linear angelegten kompositionen. diverse abstecher in verzwackte ungerade rhythmen und stellungnahmen zu politischen themen machen dieses album zu einem starken musikalischen statement. passend dazu zeigt das auffallende, in neongrün leuchtende cover eine grafische notation, die auf dem album zu hören ist. [...]

vollständige presseinfo:

moonmot_pressetext.pdf
































der 12. internationale jazzfrühling kassel – 18 eindrucksvolle konzerte zeigen vom 06. bis 22. märz 2020 die beachtliche bandbreite des jazz und machen auch vor der klassik nicht halt!

wenn das offenbach-jahr gerade zu ende gegangen ist und der geburtstag von ludwig van beethoven sich zum 250. mal jährt, kann auch der jazz nicht umhin, der klassik seine ehre zu erweisen. die kooperationspartner kafka e.v. und theaterstübchen legen mit dem erneut rundum vielseitigen festivalprogramm ein ganz besonderes augenmerk auf jazz, der sich mit klassischen themen auseinandersetzt – und zieht damit für zwei konzerte auch das erste Mal in den kasseler ständesaal ein. [...]
vollständiger text:

theaterstübchen 2020.pdf






























cd-release «morphée»:

neuklang / in-akustik

v.ö. 27. märz 2020
marc perrenoud [piano], marco müller [kontrabass], cyril regamey [drums]

acht uhr abends irgendwo im club: das konzert beginnt, dauert mit pause um die zwei stunden. danach abbauen, vielleicht cds verkaufen, noch ein bierchen trinken. mittlerweile ist es mitternacht, dann ab ins auto und nach hause fahren, runterkommen, einschlafen. wenn’s gut läuft gegen ein uhr. und dann war da noch der letzte sommer – an schlaf war da nicht immer zu denken. schon gar nicht an all jenen tagen, an denen das thermometer tagsüber 37 oder 38 grad angezeigt hat – und nachts nicht viel weniger.
marc perrenoud machte im sommer 2019 aus der not eine tugend, stellte den natürlichen rhythmus um, blieb einfach wach und begann den „neuen“ arbeitstag viel früher als sonst, exakt um ein uhr in der früh’. einen monat lang hat der in genf lebende pianist marc perrenoud diese extraschichten eingelegt, um ein konzept für seine neue cd zu erarbeiten und die stücke zu schreiben. [...]

vollständiger text:

mpt_medienmitteilung.pdf











 
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